17.11.2022, 09:24 Uhr
Die Pelletspreise kennen in diesen Tagen weiterhin nur eine Richtung und die geht erfreulicherweise nach unten. Seit den Höchstständen vom Sommer haben die Holzpellets-Notierungen knapp ein Drittel nachgegeben. Mehr
09.11.2022, 11:08 Uhr
Holzpellets spielen im Brennstoffmarkt eine immer größere Rolle und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dabei werden in Deutschland nicht nur die meisten Pellets verbraucht, sondern auch produziert! Mehr
17.10.2022, 09:25 Uhr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich befinden sich seit einigen Wochen im Abwärtstrend, auch wenn das Preisniveau im Vergleich zu den Vorjahren immer noch extrem hoch ist. Mehr


16.09.2022, 12:37 Uhr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich geben nach dem extremen Anstieg in den letzten Wochen und Monaten erfreulicherweise erstmals seit März diesen Jahres wieder spürbar nach. Mehr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich befinden sich, nach dem extremen Anstieg in den letzten Wochen und Monaten, erfreulicherweise erstmals seit März diesen Jahres wieder auf dem Rückzug.
Haben die Notierungen noch im August ein neues Rekordniveau von deutlich über 800 Euro pro Tonne erreicht, ist der Durchschnittspreis per Mitte September mittlerweile auf 750 bis 770 Euro pro Tonne zurückgefallen.

Der monatlich vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) veröffentlichte Indexpreis, der für eine Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus inkl. Mehrwertsteuer und Fracht ermittelt wird, liegt per Mitte September bei genau 763,76 Euro pro Tonne.

Der Ausfall der russischen und ukrainischen Exporte sorgte in den vergangenen Monaten dafür, dass der ohnehin schon durch die stetig steigende Inlandsnachfrage belastete Pellets-Markt mehr oder weniger kollabiert ist.
Zwar importierte Deutschland in der Vergangenheit keine oder kaum Holzpellets aus den beiden Ländern, jedoch fehlen die Mengen der beiden Kriegsparteien bei unseren osteuropäischen Nachbarn, was sich natürlich wiederum die Nachfrage hierzulande auswirkt.

Der Run auf Pelletheizungen, hat sich durch die Explosion der Gaspreise zudem in den letzten Monaten nochmals verstärkt, war aber bereits vorher aufgrund der hohen staatlichen Förderung im Gange.
Hier hat die Bundesregierung nun aber wohl die Notbremse gezogen und die Zuschüsse für Neuanträge ab dem 15. August drastisch reduziert.
Für eine neue Pellet- bzw. Biomasse-Anlage gibt es jetzt in der Regel nur noch einen Förderzuschuß von 10, bestenfalls 25 Prozent.

Dies dürfte sich zusammen mit den fehlenden Kapazitäten und den stark gestiegenen Kosten im Heizungsbaugewerbe mittelfristig stark auf das Marktwachstum auswirken.
Zudem ist die Branche natürlich händeringend dabei, die Produktions- und Ausfuhrkapazitäten zu erhöhen.
Auch Importe aus Übersee sind derzeit kein Tabu und bringen bereits kurzfristig zusätzliche Mengen in den Verkehr.

Von daher ist davon auszugehen, dass sich die Pelletspreise auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter nach unten entwickeln werden. Die Frage ist, in welchem Ausmaß.
Dieses wird im gewissen Maße sicherlich auch durch die Temperaturen in der gerade startenden Heizperiode beeinflusst werden.
Ein Rückgang auf das seit Jahren gewohnte Niveau zwischen 200 und 250 Euro pro Tonne ist aufgrund der allgemein gestiegene Kosten bei Produktion und Ausfuhr aber sicherlich nicht realisitisch.

Wer kann, sollte derzeit mit der Bestellung noch warten, dabei aber unbedingt die Lieferzeiten im Auge behalten.
Diese bewegen sich in einigen Regionen bei bis zu 50 Werktagen, was mehr als zwei Monate sind!
16.08.2022, 13:40 Uhr
Die Situation am Pelletsmarkt hat sich in den letzten Wochen leider noch verschlechtert und die Stimmung ist alles andere als gut. Die Situation ist dabei weder für Verbraucher, noch Händler befriedigend und es ist zu hoffen, dass sich die Lage bald entsp Mehr
Die Situation am Pelletsmarkt hat sich in den letzten Wochen leider noch verschlechtert und die Stimmung bei den Pelletheizern, aber auch beim Handel, ist alles andere als gut.
Es ist zu hoffen, dass sich die Lage bald entspannt, damit auch jeder Besitzer einer Pelletheizung rechtzeitig mit Ware versorgt werden kann.
Die derzeit knapp verfügbaren Mengen werden den Händlern förmlich aus den Händen gerissen. Diese erhalten kaum Nachschub und so gehen die Pelletspreise weiter steil nach oben.

Mittlerweile liegen die Notierungen für lose Ware im Bundesdurchschnitt bei rund 800 Euro pro Tonne, inkl. Mehrwertsteuer und Einblaspauschale, frei Haus, bei Sackware werden mittlerweile vielfach Preise von 850 bis 900 Euro pro Tonne verlangt.
In einigen Regionen sind derzeit überhaupt keine Angebote zu erhalten und die Verbraucher bleiben im Ungewissen, wann und zu welchen Preis eine Lieferung erfolgen kann.
Viele neue Heizungsanlagen werden in diesen Tagen und Wochen fertiggestellt und es fehlen die Pellets für die Erstbefüllung bzw. für die Inbetriebnahme.

Der Grund für diese katastrophale Situation liegt in erster Linie in der enorm gestiegenen Nachfrage, die das verfügbare Angebot derzeit bei Weitem übersteigt.
Die aufgrund es Krieges in der Ukraine förmlich explodierten Preise für Gas und Heizöl haben viele, bisher vielleicht noch zögerlichen Verbraucher veranlasst, die hohe Förderung bei einem Umstieg auf eine Pelletheizung zu nutzen und das Heizsystem zu wechseln. Mittlerweile hat der enorme Run auf die Zuschüsse die Bundesregierung bewogen, die Fördersätze ab dem 15. August drastisch zu reduzieren.
Dies könnte der erste Schritt zu einer Marktberuhigung sein, was sich wohl aber erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auswirken wird, da ja bereits genehmigte Anträge nicht betroffen und die Auftragsbücher der Heizungsbauer noch voll sind.

Hinzugekommen ist, dass sich viele Betreiber einer Öl- und Gasheizung zusätzlich einen Pellet-Kaminofen angeschafft haben, die zwischenzeitlich in den Baumärkten nahezu flächendeckend ausverkauft waren.
Hier hat die jüngste Entwicklung der Pelletspreise aber wohl auch schon ihre Spuren hinterlassen und viele Interessenten abgeschreckt. Vereinzelt sind wieder Geräte zur sofortigen Lieferung verfügbar, was aber wenig nützt, wenn der Brennstoff fehlt.
Der stark gestiegene Bedarf an Sackware darf aber nicht unterschätzt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die seit Jahren permanent steigende Nachfrage nach Holzpellets durch die Preisexplosion bei Öl und Gas nochmals einen kräftigen Schub erhalten hat, mit dem noch zu Jahresbeginn niemand gerechnet hat bzw. rechnen konnte.

Zu der starken Nachfrage im Inland kommen auch noch zusätzliche Anfragen und Käufe aus anderen EU-Ländern, die teilweise auch Pellets aus Russland und der Ukraine importiert haben. In der gesamten EU lag der Verbrauch im letzten Jahr bei gut 23 Millionen Tonnen. Gut 5 Millionen Tonnen davon mussten eingeführt werden, der größte Lieferant war dabei Russland mit knapp 2 Millionen Tonnen!
Nach den USA und Weißrussland folgt die Ukraine auf Platz 4. Die Importe aus Russland sind seit April bekanntlich verboten.

Summa Summarum fehlen in der EU derzeit rund zehn Prozent an Importmengen! Entsprechend suchen Länder, die sich nicht selbst versorgen können, nach Alternativen im benachbarten Ausland. Deutschland ist als mit Abstand größter Pelletproduzent hier natürlich Anlaufstelle Nummer 1.

Die allgemeine Problematik der starken Kostensteigerungen u.a. bei Energie, aber auch der akute Mangel an Fachpersonal, wie z. B. LKW-Fahrer, runden das traurige Bild ab und sollen hier nur noch vollständigkeitshalber erwähnt werden.
Viele Händler berichten zudem von vergezogenen Bestellungen und auch von Hamsterkäufen.

Alles in allem hat dies zu einer Situation geführt, die noch vor wenigen Monaten undenkbar war und die tiefe Spuren am Pellets-Markt hinterlassen wird.

Wir hoffen sehr, dass sich die Versorgungslage ab September wieder langsam verbessert und es dann zumindest wieder ausreichend Ware gibt.
Die Garantie hierfür kann derzeit aber leider niemand geben.

19.07.2022, 06:36 Uhr
Was noch vor wenigen Monaten undenkbar war, ist nun leider eingetreten. Holzpellets sind am deutschen und österreichischen Markt gebietsweise nur noch stark eingeschränkt oder gar nicht mehr verfügbar und wenn doch, dann zu extrem hohen Preisen. Mehr
Was noch vor wenigen Monaten undenkbar war, ist nun leider eingetreten. Holzpellets sind am deutschen und österreichischen Markt gebietsweise nur noch stark eingeschränkt oder gar nicht mehr verfügbar und wenn doch, dann zu extrem hohen Preisen.

Der Indexpreis des Deutschen Pelletinstitut (DEPI), der monatlich für eine Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. Lieferung und Einblaspauschale für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 erhoben wird, ist im Vergleich zum Vormonat per Mitte Juli weiter um rund 77 Euro auf derzeit über 507 Euro pro Tonne förmlich explodiert. Tendenz weiter steigend!
Im Vorjahresmonat lag der Vergleichspreis noch bei aus heutiger Sicht sensationellen 225 Euro pro Tonne. Somit haben sich die Pelletspreise auf Sicht von einem Jahr mehr als verdoppelt.

Hauptgrund für den starken Anstieg der Pelletspreise ist die extrem hohe Nachfrage, die zum einen aus dem sogenannten Hausbrand-Geschäft, also von den privaten Endverbrauchern, aber auch von der Industrie bzw.  Kraftwerken kommt, die den Energieträger gewechselt haben und nun mit Pellets Strom produzieren möchten.
Dies überfordert die bestehenden Kapazitäten bei weitem, zumal viele Käufe, aus Angst vor einer Verknappung im Herbst bzw. Winter, wohl derzeit auch vorgezogen werden.
Zusätzlich gehen täglich hunderte neue Pelletheizungen, die derzeit vom Staat mit bis zu 45 Prozent gefördert werden, in Betrieb und heizen die Nachfrage im wahrsten Sinne des Wortes zusätzlich an.
Nicht zu vernachlässigen sind die vielen angeschafften Einzelöfen, die in der Regel mit Sackware gefüllt werden. Auch hier wollen Verbraucher für den kommenden Winter vorsorgen und bestellen oftmals auch mehr, als voraussichtlich gebraucht wird.

Ob und wann sich die Situation wieder normalisieren wird, ist derzeit leider kaum absehbar. Zwar wird in den bestehenden Pellets-Werken mit Hochdruck produziert und in den nächsten Wochen und Monaten gehen auch neue Produktionsanlagen in Betrieb, ob dies aber ausreichen wird, um den weiter stark steigenden Bedarf zu decken, ist nicht sicher.

Ein weiterer Grund für die stark steigenden Pelletspreise sind die allgemein höheren Kosten für Produktion, Umschlag und Ausfuhr. Vor allem die extrem hohen Stromkosten verteuern die sehr energieintensive Produktion von Holzpellets ganz erheblich.

Der dritte Grund sind kriegsbedingt fehlende Mengen aus Russland und der Ukraine, die zwar am deutschen Markt keine primäre Rolle spielen, im europäischen Gesamtmarkt aber fehlen und somit zu Änderungen von Warenströmen geführt haben.

Auch wenn dies sicherlich nur ein schwacher Trost ist sei angemerkt, dass das Heizen mit Pellets immer noch deutlich günstiger ist, als mit Heizöl und vor allem Erdgas. Die Differenz bei den reinen Brennstoffkosten liegt hier bei gut 40 Prozent mit stark steigender Tendenz, Öl ist derzeit rund 25 Prozent teuerer als Holzpellets.

Das wichtigste aber ist zweifelsohne, dass die Versorgung mit Holzpellets aufrecht erhalten bleiben bzw. wieder aufgenommen werden kann und jeder Besitzer einer Pelletheizung für den nächsten Winter auch genügend Ware bekommt. Die gesamte Branche arbeitet derzeit mit Hochdruck daran!
17.06.2022, 07:15 Uhr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich gehen weiter deutlich nach oben. Mehr
Der für diese Jahreszeit ungewöhnliche Anstieg der Pelletspreise setzt sich weiter fort und hat leider sogar noch an Fahrt aufgenommen.
Im Vergleich zum Mai haben die Notierungen per Mitte Juni um weitere knapp zehn Prozent zugelegt.
Der monatlich vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) veröffentlichte Indexpreis, der bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. Mehrwertsteuer und Einblaspauschale für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 ermittelt wird, liegt per MItte Juni nun bei 431,56 Euro pro Tonne. Im Vormonat wurde noch ein Preis von 393,25 Euro pro Tonne ermittelt.
Im Vorjahr war die Welt noch in Ordnung. Im Juni 2021 lag der Tonnenpreis bei rund 221 Euro und somit nur gut halb so hoch wie aktuell.

Der Energiemarkt ist sicherlich ein großer Treiber bei den aktuell stark steigenden Verbraucherpreisen und nun tragen leider auch Holzpellets immer stärker dazu bei.
Während die Pelletspreise bereits im letzten Herbst, aufgrund der konjunkturellen Wiederbelebung nach der Coronakrise und der in Folge stark gestiegenen Holzpreise, deutlich angestiegen sind, ist die aktuelle Preisexplosion eine unmittelbare Folge des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Energiekrise.
Vor allem viele Besitzer einer Gasheizung fürchten, im nächsten Winter im Kalten zu sitzen und wollen den Energieträger wechseln oder zumindest eine Alternative im Haus haben. Dies hat zu einem regelrechten Run auf Pelletheizungen und -öfen geführt, die natürlich auch entsprechend mit Brennstoff versorgt werden müssen.
Daher ist die Nachfrage nach Holzpellets seit Wochen extrem hoch und die Kapazitäten bei Produktion und Logistik sind völlig ausgeschöpft.
Leider ist dabei auch zu beobachten, dass viele Kunden ungewöhnlich große Mengen ordern, um genügend Vorrat für den nächsten Winter zu haben. Dies verschärft derzeit die Lage auf dem Pelletsmarkt.

Natürlich wirkt zusätzlich auch die allgemeine Kostenentwicklung auf die Pelletspreise ein. Hier sind vor allem die deutlich gestiegenen Preise für LKW und Aufbauten, für Kraftstoffe und mittlerweile auch für Löhne zu erwähnen.
Und nicht zuletzt bleiben die Holzpreise in diesen Tagen noch recht hoch.
Hier tut sich aber was auf den globalen Terminmärkten. Die Notierungen sind in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen, was sich mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auch dämpfend auf den Pellet-Markt auswirken dürfte.
Ob und wann es hier aber wieder zu Preisreduzierungen kommen wird ist derzeit kaum absehbar, denn der Boom bei der Installation neuer Heizungen ist nach wie vor voll im Gang und dies dürfte dafür sorgen, dass die Pelletspreise wohl auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter ansteigen werden.

Die gute Nachricht - wenngleich auch ein schwacher Trost - ist, dass Pellets im Vergleich zu anderen Energieträgern, trotz des massiven Anstieges der letzten Wochen und Monaten, im Brennstoffkostenvergleich immer noch sehr günstig liegen. Heizöl und Erdgas kosten mindestens 25 Prozent mehr und auch die Betreiber einer Wärmepumpe sind durch die hohen Strompreise stark belastet.
16.05.2022, 11:51 Uhr
Leider keine guten Nachrichten vom Markt für Holzpellets. Die Notierungen ziehen entgegen der Entwicklung der letzten Jahre bereits zu Sommerbeginn deutlich an! Mehr
Leider keine guten Nachrichten vom Markt für Holzpellets. Die Pelletspreise ziehen, entgegen der Entwicklung der letzten Jahre, bereits zu Sommerbeginn deutlich an! In der Regel geht es um diese Jahreszeit kontinuierlich nach unten.

Wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) kürzlich auf ihrer Webseite veröffentlicht hat, ist der bundesweite Indexpreis, der bei einer Abnahmemengen von 6 Tonnen für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 monatlich ermittelt wird, von 377,21 Euro im Vormonat, per Mitte Mai auf 393,25 Euro pro Tonne angestiegen. In diesem Preis sind Mehrwertsteuer, Fahrtkosten und Einblaspauschale bereits enthalten.
Im Vorjahresmonat lag der Vergleichspreis noch bei 217,04 Euro pro Tonne.

Ursache für den starken Anstieg ist die robuste, stark steigende Nachfrage. Denn der Run auf Pelletheizungen ist weiterhin ungebrochen. Dies betrifft sowohl Pellet-Zentralheizungen, als auch Pellet-Einzelöfen. Diese sind am Markt nahezu ausverkauft und es lässt sich derzeit wohl auch kaum mehr ein Heizungsinstallateur finden, der noch in diesem Jahr eine Pelletheizung einbauen kann.
Aber natürlich werden permanent neue, bereits früher geplante und in Auftrag gegebene Anlagen in Betrieb genommen, sodass die Nachfrage nach Holzpellets stetig und schnell zunimmt.
Entsprechend ist die Verfügbarkeit angespannt und es kommt regional immer wieder zu längeren Lieferzeiten.

Die Pellet-Produzenten haben dies erwartet und reagiert und im ersten Quartal mit 824.000 Tonnen soviel Holzpellets hergestellt wie noch nie in den ersten drei Monaten eines Jahres. Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug die Steigerung aber dann doch "nur" drei Prozent, was kaum ausreicht, um die stark steigende Nachfrage zu decken.

Entsprechend gehen die Pelletspreise bereits jetzt zu Sommerbeginn deutlich nach oben. Der nächste Flaschenhals dürfte die Logistik werden. Es gibt nach wie vor sehr lange Lieferzeiten bei LKW`s, aber auch bei den Herstellern von Siloaufbauten. Die Händler können ihre Kapazitäten also nicht so schnell aufbauen, wie gewünscht. Dies betrifft auch die Lagerhaltung.

Ein weiterer preistreibender Faktor sind auch deutlich gestiegenen Holzpreise. Auch hier übersteigt die Nachfrage das verfügbare Angebot, was auch aufgrund ausbleibender größerer Sturmschäden derzeit eher gering ist.

Trotz alledem schneiden die Pelletspreise im Vergleich mit den Heizöl- und Gasnotierungen weiterhin sehr gut ab. Per Mitte Mai beträgt der Vorteil beim Vergleich der reinen Brennstoffkosten gut 30 bzw. 38 Prozent.

Wir raten in diesem Jahr, Holzpellets so früh wie möglich zu bestellen, um etwaigen Lieferengpässen zuvor zu kommen!
19.04.2022, 17:01 Uhr
Die Pelletspreise in Deutschland haben per Mitte April überraschend angezogen, obwohl sich die Notierungen um diese Jahreszeit in der Regel im Abwärtstrend befinden. Mehr
Es scheint so, als geht in diesen Tagen und Wochen alle bisher gekannte Normalität verloren.
Das gilt derzeit leider auch am Markt für Holzpellets, denn hier haben die Pelletspreise, nach den neuesten Zahlen vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) per Mitte April, im Vergleich zum Vormonat überraschend angezogen.
In der Regel befinden sich die Notierungen um diese Jahreszeit in einem stabilen Abwärtstrend.

Der bundesweite Indexpreis für lose Pellets im Silowagen, der bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1, inkl. Lieferung, Einblaspauschale und Mehrwertsteuer ermittelt wird, liegt aktuell bei 333,38 Euro pro Tonne.
Gegenüber März ist dies eine Verteuerung von gut 4 Euro pro Tonne oder 1,2 Prozent. Im April 2021 lag der Indexpreis noch bei 197,90 Euro pro Tonne.

Die Gründe für diese ungewöhnliche Entwicklung sind vielfältig, liegen im Wesentlichen aber sicherlich an der weiterhin sehr hohen Nachfrage.
Die attraktiven Förderkonditionen für Pelletheizungen haben in Verbindung mit den stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen zu einem regelrechten Run auf die Heizungsbauer gesorgt. Die Lieferzeiten der meisten Kesselhersteller sind auf mehrere Monate angestiegen.
Auch Pellet-Einzelöfen sind als Zusatzheizung stark gefragt und derzeit nur schwer erhältlich. Mit ihnen können ohne großen Installationsaufwand ganze Etagen beheizt werden. Entsprechend hoch ist auch die Nachfrage nach Pellets in Säcken bzw. auf Paletten.
Die Transport- und Lagerkapazitäten der Händler reichen in diesen Tagen leider oft nicht mehr aus.

Mit zur Verteuerung tragen aber sicherlich auch die stark gestiegenen Energiepreise bei, die sich vor allem bei der Pelletsproduktion auswirken. Auch die Holzpreise haben zuletzt angezogen und sich auf relativ hohem Niveau stabilisiert. Diese könnten ebenfalls weiter anziehen, denn auch die Nachfrage nach Brennholz wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter zunehmen.

Ein Ende dieses Trendes ist bislang also nicht absehbar, denn die Gas- und Heizölpreise werden wohl auf längere Sicht hoch bleiben.
Derzeit müssen Ölheizer rund 45 Prozent mehr für ihren Brennstoff bezahlen, Betreiber einer Erdgasheizung sogar gut 60 Prozent mehr für die bezogenen Mengen berappen.

Auch wenn also die Pelletspreise in den letzten Monaten stark angestiegen sind, ist die Ersparnis im Vergleich zu anderen Heizarten doch beträchtlich.
Hinzu kommt, dass Pelletkunden auf Vorrat einlagern und so beruhigt dem nächsten Winter entgegensehen können. Bei Gasheizern stellt sich die Situation leider nicht ganz so entspannt dar.
16.03.2022, 14:45 Uhr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich sind in den letzten Wochen erfreulicherweise zurückgegangen und sind bislang vom Kriegsgeschehen unbeeinflusst. Mehr
Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich sind in den letzten Wochen erfreulicherweise zurückgegangen und bleiben bislang vom Kriegsgeschehen unbeeinflusst. Es zeigt sich, dass der regionale Markt funktioniert!

Wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) kürzlich mitgeteilt hat, ist der Indexpreis, der bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 ermittelt wird, von 373,86 Euro pro Tonne im Vormonat, auf 369,32 Euro zurückgegangen.
Somit beginnt der saisonell übliche Abwärtstrend in diesem Jahr etwas früher als im Jahr 2021, wo die Pelletspreise nach der Wintersaison erstmals im April nachgegeben haben.

Im Vergleich zum Vorjahr steht zwar ein deutlicher Anstieg von knapp 120 Euro pro Tonne zu Buche, dies ist aber nicht auf die Ereignisse in der Ukraine zurückzuführen, sondern hat seinen Ursprung in der allgemeinen Rohstoffverknappung im Bezug auf die Corona-Krise und der allgemein stark steigenden Nachfrage nach Holzpellets. Allerdings schlagen auch bei der Pelletherstellung, sowie bei der Lagerung und Ausfuhr, die immer höheren Energiekosten zu Buche, was den weiteren Rückgang negativ beeinflussen könnte.

In Deutschland bleiben Pelletheizungen gefragt! Im letzten Jahr wurden über 72.000 neue Anlagen in Betrieb genommen. Die meisten davon waren wieder Pelletkessel mit einer Leistung von unter 50 kW. Aber auch Pelletkaminöfen konnten wieder deutlich um 21.000 auf 232.000 Einheiten zulegen.
In diesem Jahr wird nochmals mit einer Steigerung in dieser Größenordnung gerechnet. Dann gäbe es in Deutschland insgesamt knapp 650.000 Pellet-Feuerstätten.
Der Verbrauchszuwachs betrug im letzten Jahr knapp 30 Prozent auf 2,9 Millionen Tonnen. Für dieses Jahr wird mit mindestens 3,1 Millionen Tonnen gerechnet, was in unseren Augen aber eher eine sehr konservative Schätzung ist.
Erfreulicherweise gab es gleichzeitig aber auch eine neue Rekord-Produktion von rund 3,4 Millionen Tonnen zu vermelden.
Der heimische Pelletsmarkt ist also weiterhin nicht von Importen abhängig, die Exportmengen dürften in nächster Zeit aber weiter zurückgehen.

Auch wenn die Pelletspreise in den letzten 12 Monaten stark angestiegen ist, so sind Holzpellets im Brennstoffkostenvergleich attraktiv wie nie. Heizöl kostet aktuell bis zu 90 Prozent mehr als Pellets, Erdgas ist rund 60 Prozent teuerer.
16.02.2022, 14:27 Uhr
Nach dem starken Anstieg der Pelletspreise in den letzten Monaten haben sich die Notierungen zuletzt erfreulicherweise stabilisiert. Mehr
Nach dem starken Anstieg der Pelletspreise in den letzten Monaten haben sich die Notierungen zuletzt erfreulicherweise stabilisiert.

Wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) kürzlich bekannt gegeben hat, ist der Indexpreis, der bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 ermittelt wird, von 366,58 Euro pro Tonne per Mitte Januar, auf aktuell 373,86 Euro angestiegen.
Im Vorjahr lag der Indexpreis noch bei 236,45 Euro pro Tonne.

Auch wenn dies natürlich eine weitere leichte Verteuerung bedeutet, so ist auf dem Pellet-Markt doch seit geraumer Zeit eine Stabilisierung zu erkennen und in einigen Regionen, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, wo es die mit Abstand meisten Pelletsheizungen gibt, befinden sich die Notierungen schon wieder auf dem Rückzug.

In den nächsten Wochen ist damit zu rechnen, dass die Pelletspreise in allen Bundesländern wieder deutlich unter dem aktuellen Niveau liegen werden. Zumindest läßt dies die Preisentwicklung der Vorjahre erwarten. Meist beginnen die Notierungen ab März/April zu brökeln und haben dann in dem Monaten Juni bis August den Tiefstand erreicht.

Am Holzmarkt wird zwar weiterhin von einer guten Nachfrage nach Sägerundholz berichtet, die Preise sind nach einem deutlichen Anstieg in den ersten Monaten des letzten Jahres aber eher wieder rückläufig und entwickeln sich im bisherigen Jahresverlauf 2022 weitgehend stabil.
Problem am Pellets-Markt sind derzeit eher die knappen Kapazitäten bei Lagerung und Ausfuhr. Teilweise extrem lange Wartezeiten bei LKW-Herstellern und Anbieter von Siloaufbauten haben zur Verknappung in der Logistik und in Folge zu verlängerten Lieferzeiten und regional auch zu einer durchaus engen Versorgungslage geführt.

Auch bei der Pelletsproduktion blieben die Mengen im zweiten Halbjahr letzten Jahres deutlich hinter den Steigerungsmengen der Vorjahre zurück.
Im dritten Quartal wurden in Deutschland 806.000 Tonnen produziert und somit "nur" 14.000 Tonnen mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Im vierten Quartal stieg die Herstellung zwar auf 840.000 Tonnen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies aber einen Rückgang von 21.000 Tonnen.
Dies ist auf Quartalsbasis das erste Minus in der jüngeren Geschichte der Pelletproduktion in Deutschland!

Im Vergleich zu anderen Energieträgern bleiben Holzpellets preislich gesehen aber weiterhin sehr attraktiv.
Je nach Datenquelle liegen der Vorteil im Vergleich zu Heizöl aktuell bei rund 15 bis 20 Prozent, Gaskunden zahlen derzeit fast 50 Prozent mehr für ihren Brennstoff.
Der Preisvorteil von Pellets dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten aller Voraussicht nach noch weiter vergrößern.