Holzpellets-Markt : Preishoch vermutlich erreicht – größere Abschläge (noch) nicht absehbar

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 26.02.2026, 10:00 Uhr
Verschneiter Winterwald bei Sonnenuntergang

Die Pelletspreise haben sich, wie an dieser Stelle prognostiziert, in den vergangenen Wochen weiter verteuert und dabei ein relativ hohes Niveau erreicht. 
Nach aktueller Einschätzung sollte der saisonale Höhepunkt jetzt aber erreicht sein. 
Für die nächsten Wochen deutet vieles eher auf Stabilisierung bzw. eine Seitwärtsbewegung hin – spürbar deutlichere Abschläge sind kurzfristig jedoch noch nicht absehbar und dürften frühestens ab April wahrscheinlicher werden.

Aktuell liegen die Notierungen für lose Ware im Silowagen in Deutschland im Schnitt bei gut 400 Euro pro Tonne, ebenso in Österreich
Die Preise für Sackware bewegen sich derzeit bei rund 430 Euro pro Tonne, in Österreich eher bei 460 bis 470 Euro.


Durchschnittliche Entwicklung der Holzpelletspreise bei Online-Bestellung und einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. MwSt.

Dass sich das Preisniveau in diesem Winter so hartnäckig hält, hat mehrere Ursachen – und es ist nicht nur ein einzelner Faktor, sondern das Zusammenspiel aus Rohstoffseite, Produktion und Nachfrage.

Auf der Rohstoffseite sind die Holzpreise derzeit auf einem Langzeithoch. Anders als in manchen Vorjahren steht deutlich weniger günstiges Material zur Verfügung, auch weil weniger Borkenkäferholz angefallen ist und größere wetterbedingte Kalamitäten bislang weitgehend ausgeblieben sind. Das reduziert das Angebot an preisgünstigen Schadholz.

Hinzu kommt die schwache Baukonjunktur: Wenn weniger gebaut wird, sinkt tendenziell auch die Schnittholzproduktion – und damit fällt weniger Sägespäne an, ein zentraler Rohstoff für die Pelletproduktion. Dieser Effekt ist spürbar und begrenzt die Rohstoffverfügbarkeit zusätzlich.

Auf der Nachfrageseite hat die kalte Witterung in vielen Regionen für einen erhöhten Verbrauch gesorgt. Viele Haushalte mussten ihre Lager stärker bzw. öfter als geplant nachfüllen, was die Nachfrage über den Winter hoch gehalten hat.


Prognose für die nächsten Wochen:

Auch wenn sich der Markt mit Blick auf den saisonalen Verlauf weiter entspannen dürfte, ist in diesem Jahr nicht damit zu rechnen, dass es im Sommer zu ähnlich starken Preisabschlägen kommen wird, wie dies in den Vorjahren der Fall war. Dafür sprechen vor allem zwei Punkte:

Zum einen sind die Lagerbestände entlang der Kette (Produktion/Handel) nach unserer Einschätzung eher niedrig. Das bedeutet: Selbst wenn die Nachfrage im Frühjahr saisonal nachlässt, fehlt ein ausreichender "Druck" durch hohe Bestände.

Zum anderen zeichnet sich auf der Rohstoffseite bislang keine klare Entspannung ab. Solange die Holzpreise hoch und die Spänesituation angespannt bleiben, ist das Abschlagspotenzial begrenzt – selbst in Monaten, die üblicherweise günstiger sind.

Empfehlung:

Wer gut bevorratet ist, kann die Entwicklung in den nächsten Wochen in Ruhe beobachten. Haushalte mit niedrigen Lagerständen sollten jedoch nicht darauf spekulieren, dass kurzfristig große Preisnachlässe entstehen. Ein moderateres Preisniveau ist voraussichtlich erst ab April zu erwarten, deutlicher spürbare Entlastung – wenn sie kommt – eher am Mai bzw. Juni.

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