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Holzpellets-Markt: Pelletspreise im Höhenrausch - Liefersituation gebietsweise katastrophal!

16.08.2022 von Josef Weichslberger
Holzpellets-News - Pelletspreis-Analyse
Die Situation am Pelletsmarkt hat sich in den letzten Wochen leider noch verschlechtert und die Stimmung bei den Pelletheizern, aber auch beim Handel, ist alles andere als gut.
Es ist zu hoffen, dass sich die Lage bald entspannt, damit auch jeder Besitzer einer Pelletheizung rechtzeitig mit Ware versorgt werden kann.
Die derzeit knapp verfügbaren Mengen werden den Händlern förmlich aus den Händen gerissen. Diese erhalten kaum Nachschub und so gehen die Pelletspreise weiter steil nach oben.

Mittlerweile liegen die Notierungen für lose Ware im Bundesdurchschnitt bei rund 800 Euro pro Tonne, inkl. Mehrwertsteuer und Einblaspauschale, frei Haus, bei Sackware werden mittlerweile vielfach Preise von 850 bis 900 Euro pro Tonne verlangt.
In einigen Regionen sind derzeit überhaupt keine Angebote zu erhalten und die Verbraucher bleiben im Ungewissen, wann und zu welchen Preis eine Lieferung erfolgen kann.
Viele neue Heizungsanlagen werden in diesen Tagen und Wochen fertiggestellt und es fehlen die Pellets für die Erstbefüllung bzw. für die Inbetriebnahme.

Der Grund für diese katastrophale Situation liegt in erster Linie in der enorm gestiegenen Nachfrage, die das verfügbare Angebot derzeit bei Weitem übersteigt.
Die aufgrund es Krieges in der Ukraine förmlich explodierten Preise für Gas und Heizöl haben viele, bisher vielleicht noch zögerlichen Verbraucher veranlasst, die hohe Förderung bei einem Umstieg auf eine Pelletheizung zu nutzen und das Heizsystem zu wechseln. Mittlerweile hat der enorme Run auf die Zuschüsse die Bundesregierung bewogen, die Fördersätze ab dem 15. August drastisch zu reduzieren.
Dies könnte der erste Schritt zu einer Marktberuhigung sein, was sich wohl aber erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auswirken wird, da ja bereits genehmigte Anträge nicht betroffen und die Auftragsbücher der Heizungsbauer noch voll sind.

Hinzugekommen ist, dass sich viele Betreiber einer Öl- und Gasheizung zusätzlich einen Pellet-Kaminofen angeschafft haben, die zwischenzeitlich in den Baumärkten nahezu flächendeckend ausverkauft waren.
Hier hat die jüngste Entwicklung der Pelletspreise aber wohl auch schon ihre Spuren hinterlassen und viele Interessenten abgeschreckt. Vereinzelt sind wieder Geräte zur sofortigen Lieferung verfügbar, was aber wenig nützt, wenn der Brennstoff fehlt.
Der stark gestiegene Bedarf an Sackware darf aber nicht unterschätzt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die seit Jahren permanent steigende Nachfrage nach Holzpellets durch die Preisexplosion bei Öl und Gas nochmals einen kräftigen Schub erhalten hat, mit dem noch zu Jahresbeginn niemand gerechnet hat bzw. rechnen konnte.
Zu der starken Nachfrage im Inland kommen auch noch zusätzliche Anfragen und Käufe aus anderen EU-Ländern, die teilweise auch Pellets aus Russland und der Ukraine importiert haben. In der gesamten EU lag der Verbrauch im letzten Jahr bei gut 23 Millionen Tonnen. Gut 5 Millionen Tonnen davon mussten eingeführt werden, der größte Lieferant war dabei Russland mit knapp 2 Millionen Tonnen!
Nach den USA und Weißrussland folgt die Ukraine auf Platz 4. Die Importe aus Russland sind seit April bekanntlich verboten.

Summa Summarum fehlen in der EU derzeit rund zehn Prozent an Importmengen! Entsprechend suchen Länder, die sich nicht selbst versorgen können, nach Alternativen im benachbarten Ausland. Deutschland ist als mit Abstand größter Pelletproduzent hier natürlich Anlaufstelle Nummer 1.
Die allgemeine Problematik der starken Kostensteigerungen u.a. bei Energie, aber auch der akute Mangel an Fachpersonal, wie z. B. LKW-Fahrer, runden das traurige Bild ab und sollen hier nur noch vollständigkeitshalber erwähnt werden.
Viele Händler berichten zudem von vergezogenen Bestellungen und auch von Hamsterkäufen.

Alles in allem hat dies zu einer Situation geführt, die noch vor wenigen Monaten undenkbar war und die tiefe Spuren am Pellets-Markt hinterlassen wird.

Wir hoffen sehr, dass sich die Versorgungslage ab September wieder langsam verbessert und es dann zumindest wieder ausreichend Ware gibt.
Die Garantie hierfür kann derzeit aber leider niemand geben.
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