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Holzpellets-Markt: Pelletspreise ziehen deutlich an!

17.10.2018 von Josef Weichslberger

Die Pelletspreise in Deutschland und Österreich sind in den letzten vier Wochen leider deutlich angestiegen!
Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) gestern mitgeteilt hat, liegt der Indexpreis (Abnahmemenge 6 Tonnen, frei Haus, inkl. Einblasgebühr und MwSt.) für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1, per Mitte Oktober mittlerweile bei knapp 250 Euro pro Tonne.
Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einer Verteuerung um rund 9 Euro pro Tonne oder 3,7 Prozent.
Im Vorjahresmonat lagen die Pelletspreise noch bei knapp 237 Euro pro Tonne.

Verantwortlich für den deutlichen Anstieg in den letzten Wochen ist die plötzlich stark steigende Nachfrage zu Beginn der Heizperiode.
In den Sommermonaten wurde aufgrund der sehr hohen Temperaturen nur relativ wenig eingelagert, sodass der Nachholbedarf zu Beginn des Herbstes entsprechend groß war.

Obwohl die Logistik der Produzenten und des Handels derzeit stark ausgelastet ist, müssen Verbraucher keinen Versorgungsengpass befürchten.
Die Rohstoffversorgung ist, aufgrund des starken Borkenkäferbefalls in diesem Sommer, mehr als gut und die Pelletwerke laufen auf Hochtouren. Zudem spielt auch das Wetter mit, denn der Verbrauch an Holzpellets ist in diesen Tagen außerordentlich gering, sodass die Bevorratungswelle zuletzt wieder etwas abgeebbt ist.

Trotz des deutlichen Anstieges der Pelletspreise im Oktober, hat sich der Preisvorteil im Vergleich zu Heizöl zuletzt noch vergrößert, denn die Heizölpreise sind in den vergangenen Wochen noch deutlich stärker angestiegen.
Derzeit heizen die Betreiber einer Pelletanlage um gut 35 Prozent günstiger, als die Besitzer einer Ölheizung, im Vergleich zu Erdgas beträgt die Einsparung immerhin noch rund 15 Prozent.
Am meisten müssen die Bezieher von Heizstrom für ihre Betriebskosten hinlegen, mit deutlichem Abstand folgen dann die Verbraucher von Fernwärme und Flüssiggas.

In den nächsten Monaten wird sich der Anstieg der Pelletspreise aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen.
Aus den Erfahrungen der letzten zehn Jahre ziehen die Notierungen bis zum Ende des Winters permanent an, bevor es im Frühjahr wieder langsam nach unten geht.
Im Vergleich zum Heizöl-Markt ist der Pellet-Markt also sehr gut einschätzbar und Verbraucher können sich mit ihrer Bestellplanung gut darauf einstellen.

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